Social Media in der außerschulischen Bildungsarbeit

Bitcom

Eine Umfrage des Hightech-Branchenverbandes Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) bestätigte schon im Januar 2012, dass jedes zehnte deutsche Unternehmen bereits Mitarbeiter beschäftigt, die sich gezielt um die Aktivitäten im Web 2.0 kümmern. Besonders aktiv sind die Großen. Fast jedes zweite Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Jahresumsatz leistet sich schon eigene Social-Media-Experten oder plant, in den kommenden Monaten solche Stellen einzurichten. Eng verbunden mit dem Bewußtsein, welche Möglichkeiten Webinstrumente bieten, ist, dass zukünftig auch Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter mehr und mehr webbasiert aufgearbeitet werden.

In der Branche der Erwachsenenbildung stehen wir Social Media betreffend immer noch am Anfang.

Dabei ist das digitale Lernen bereits im öffentlichen Bewußtsein angekommen. BITKOM bestätigt, rund jeder Zweite bei den 14 – 44 Jährigen hat bereits Erfahrungen mit E-Learning.

Konferenzen, Vorträge und Seminare haben sich als Klassiker in der außerschulischen Bildungsarbeit bewährt. Daneben gibt es eine Vielzahl an Web 2.0-Angeboten, die in der Bildungsarbeit zunehmend ihren Platz finden.

Erwachsnenenbildung verändert sich durch das Internet. Es entstehen neue Bildungsformate und -methoden wie Onlinelernen, Barcamps, Videokonferenzen, …. Das Social Web bietet ErwachsenenbildnerInnen zahlreiche Möglichkeiten, die sie unbedingt nutzen sollten, um Kommunikationsprozesse zu optimieren:

  • Schnelle Kommunikation
  • Direkte Kommunikation
  • Austauschprozesse
  • Hohe Aufmerksamkeit
  • Breite Möglichkeiten
  • Persönliche Ansprache
  • Wir – Gefühl
  • Schnelles Feedback

Neben  Aufklärungsarbeit und der Vermittlung von Wissen, können die Medien dafür genutzt werden, Vernetzung und Partizipation voranzutreiben.

Dank der Social-Web-Instrumente ist es möglich Interessensgruppen zu bilden, die sich öffentlich oder geschlossen austauschen und Inhalte verbreiten.

Natürlich sollte dabei nicht vergessen werden, dass unterschiedliche User unterschiedliche Plattformen nutzen, da sie verschiedenste Interessen haben von der Selbstdarstellung über die Kontaktpflege bis hin zur Netzwerkbildung, zum Informationsaustausch, Unterhaltung und Bildung.

ErwachsenenbildnerInnen können ohne großen Aufwand mit ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Gezielt angewendet werden nicht nur Bildungsinformationen zur Verfügung gestellt, sondern auch Austauschprozesse angeregt und Partizipation und Mitgestaltung gefördert. Eine gute Kombination aus On-und Offline-Aktivitäten steigert die Bindung und kann die Beziehungsqualität zum Lernenden erheblich verbessern.