Online Freundschaften - Falsche Beziehungen?

Das Internet ist nicht mehr wegzudenken. Technik, die begeistert! Aber wozu hat das geführt? Junge Menschen scheinen geradezu abhängig von sozialen Netzwerken. 24 Stunden online, das Internet, mein treuester Begleiter! Heftig umstritten stellt sich immer wieder die Frage, ob echte Freundschaften im Alltag noch Bestand haben oder, ob die virtuelle Welt Freundschaften und Beziehungen ersetzt. Dieser Frage wurde jetzt in Berlin nachgegangen. In einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) wurden 1500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu ihren Internet-Nutzungsgewohnheiten befragt.

Danach sind 98 % der 14 – 24 -jährigen Deutschen täglich online. Die Untersuchung hat eindeutig belegt, dass das Vorurteil, junge Facebook-Nutzer würden das Wort „Freund“ inflationär benutzen, nicht stimmt. Junge Internet-Nutzer können deutlich zwischen Online-Freunden, Bekannten und engen Freunden unterscheiden.

Die 14 – 17- Jährige pflegen im Durchschnitt 163 Online-Freundschaften, als davon echte Freundschaften geben sie aber nur 11 an. Das Verhältnis bei den 9 -13 - Jährigen liegt bei durchschnittlich 57 Online-Freundschaften zu zehn echten und bei den von 18 – 24 - Jährigen bei 175 zu neun echten Freundschaften.

Also, allen Vorurteile zum Trotz: Obwohl die U25-Generation den Alltag und das gesellschaftliche Leben immer stärker mithilfe der digitalen Medien bestreitet, legen auch heute noch Kinder und junge Erwachsenen großen Wert auf die soziale Teilhabe. Wichtig bleibt: Ein Miteinander zum Anfassen!